Europäisches vs. GRauhörnchen
Eine traurige Geschichte?
| vsgrauhoernchen |

Europäisches vs. Grauhörnchen

Im 19. Jahrhundert importierten Engländer zur Bereicherung der Fauna ihrer Gärten nordamerikanische Grauhörnchen, diese stießen hier auf ideale Lebensbedingungen und vermehrten sich prächtig. Sie reproduzieren sich schneller als die europäischen und tragen vor allem ein für diese tödliches Pockenvirus in sich, das den einheimischen Hörnchen einen qualvollen Tod bringt. In Süd- und Westengland gibt es nur noch vereinzelt „rote Hörnchen“, die grauen sind aber zahlreich vertreten.

Nur in Schottland gibt es noch ca. 140.000 einheimische, die aber durch die Intervention des Menschen erhalten werden sollen, dazu wird der Bestand der Grauhörnchen bejagt und mittlerweile sogar das Fleisch als essbar und schmackhaft angepriesen, so u.a. vom Starkoch Jamie Oliver. Gleichzeitig werden Rückzugsräume für die europäischen Hörnchen geschaffen, damit diese ohne Bedrohung durch das Pockenvirus leben können. Schließlich soll so die heimische Fauna geschützt und erhalten werden, dazu gibt es sogar eine EU-Verordnung seit 2016.

Zu dem Thema lief bei Arte ein Bericht, der im Moment noch in der Mediathek zu finden ist (Englands Streit um Eichhörnchen), parallel dazu gab es einen Artikel in der „HörZU“, Heft 17/2019 auf Seite 16.

Bei uns gibt es noch keine Grauhörnchen, das ist Großbritanniens Insellage und den Alpen zu verdanken, denn in Norditalien hat sich der Einwanderer auch schon verbreitet. Alle Hörnchen, die in unseren Wäldern zu sehen sind, sind europäische Hörnchen, auch wenn sie eine bisweilen sogar schwarze oder graue Färbung aufweisen. Es gibt mitunter sogar weiße (https://herz-fuer-tiere.de/videos/dieses-eichhoernchen-ist-etwas-ganz-besonderes-seine-weisse-fellfarbe-bringt-uns-zum-staunen) , die sind aber absolute Ausnahmen und für ihre Fressfeinde viel zu leicht zu entdecken.



 Fotostrecke: Lightbox, bitte klicken.

 

 


  Segelohr erobert den Kratzbaum

 


© 2029 Psychology Of Love